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Donnerstag, 27. Februar 2014

INTERVIEW Maya Shepherd

Copyright bei Maya Shepherd
Autorenfragebogen

Wie würden sie in kurzen Stichpunkten die prägnantesten Ereignisse in ihrem Leben zusammenfassen,um den Lesern ein kurzes Bild zur Person "hinter" dem Autor zu geben?
Für mich zählt nicht die Vergangenheit, sondern die Gegenwart eines jeden Menschen. Und meine könnte schöner nicht sein. Ich würde behaupten 2014 als mein Jahr zu beschreiben. Denn obwohl das Jahr noch jung ist, habe ich bereits den Schritt zur Selbstständigkeit gewagt und meinen Traumprinz geheiratet.

Welches Sprichwort sagt am meisten über Sie aus?
"Das Leben hat uns gelehrt, dass die Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man miteinander in die gleiche Richtung schaut" von Antoine de Saint-Exupéry. Dieser Spruch ist auch der Leitspruch von meinem Mann und mir bei unserer Hochzeit gewesen.
Welche Lebendsphilosophie verfolgen sie?
Ich glaube daran, dass man den Moment leben sollte, jedoch nicht so als wäre es der Letzte, sondern eher so, dass man auch vermag sich über Kleinigkeiten zu freuen.
Wann war der Punkt erreicht, an dem sie sicher genug fühlten um ihr Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren?
Mit etwa fünfzehn Jahren habe ich Drehbücher für No Budget Filmprojekte geschrieben. Manch einer würde sich vielleicht im Erwachsenenalter für seine ersten Projekte schämen, aber ich bin nach wievor stolz darauf. Solange ich mit einem Werk zufrieden bin, ist es mir egal, was andere darüber sagen. Obwohl ich konstruktive Kritik dennoch versuche anzunehmen. Hinter seinem Werk zu stehen, bedeutet nicht, für Verbesserungsvorschläge blind und taub zu sein.
In wie weit veränderte das Lektorat ihre Geschichte? Wurde vieles verändert? Und waren sie immer einer Meinung mit dem Lektor?
Ich verfüge über kein professionelles Lektorat, aber habe viele kleine Helferlein die Korrektur für mich lesen. Ab und zu machen sie mich dabei auch auf Ungereimheite aufmerksam, wofür ich jedes Mal dankbar bin. Es sind aber nie Punkte, die die Geschichte komplett verändern würden. So gesehen ist jeder Text 100% von mir.
Welches Gefühl gibt ihnen das Schreiben? Werden ihre Geschichten von ihren Emotionen getragen, oder schreiben sie eher nüchtern und versuchen ihre Emotionen heraus zu halten?
Ich bin auch im "wahren" Leben ein sehr gefühlsbezogener Mensch und gebe sowohl unbewusst als auch bewusst jedem meiner Werke ein Stück meiner Seele mit. Ich liebe jeden einzelnen meiner Charaktere und leide und freue mich mit ihnen. Für mich ist jedes Buchprojekt ein neues Abenteuer, bei dem es oft zu Wendungen kommt, die ich nicht vorhergesehen habe.
In wie weit können Sie sich in ihren Protagonisten wiedererkennen? Welcher ihrer Characktere spiegelt das meiste von ihrem wahren Ich wieder? Und welcher Charackter hat sie auch nach Beendigung ihrer Geschichte nicht mehr los gelassen?
Es gibt keinen Charakter, der komplett wie ich ist. Aber es gibt natürlich welche, die mehr von mir enthalten als andere. Gerade wenn ich Musik höre denke ich häufig an Charaktere aus meinen Romanen, weil mich die Lieder an sie erinnern. Aber es sind nicht nur die Charaktere aus bereits erschienen Romanen, sondern auch die, die bisher nur in meinem Kopf und meinen Notizen existieren.
In wieweit beeinträchtigt das schreiben ihren realen Alltag? Wann finden sie Zeit uzm Schreiben, gibt es eine bestimmte Atmosphäre in denen ihnen das Schreiben ganz leicht von der Hand geht?
Ich habe ehrlich gesagt Probleme mich Zuhause auf das Schreiben zu konzentrieren. Dort gibt es zu viel, dass mich ablengt. Egal ob nun Online Shops oder mein wilder Hund. Deshalb schreibe ich am liebsten am frühen Morgen in Cafes.
Welche Schriftsteller oder Werke haben Sie in ihrem Leben am meisten geprägt? Gibt es Vorbilder nach deren Art sie Schreiben oder ist ihnen das individuelle Schreiben wichtiger?
Es gibt keinen Autor, den ich beim Schreiben als Vorbild nehme. Ich glaube, wenn man versucht einen anderen Künstler zu imitieren, kann man nur scheitern. Aber ich liebe das Buch "Der kleine Prinz". Es enthält viele Lebensweisheiten, die meinen eigenen Ansichten entsprechen.

Nun zu ihrem Werk Radioactive
Wie entstand die Grundidee zu diesem Buch?
Mein Mann und ich haben in Holland unser zweites Zuhause in einem kleinen Wohnwagen am Meer. Dort überkommen mich die Ideen wie Wellen den Strand. Eine dieser Ideen war auch "Radioactive".
Was möchten Sie ihren Lesern mit diesem Buch vermitteln, welche Kernaussage steckt dahinter?
Als wir im Politikunterricht uns mit dem Thema "Atombomben" beschäftigten, war ich geschockt davon wieviele Länder über Atomwaffen verfügen. Ich war mir dessen nie bewusst. Es stellt eine unglaubliche Gefahr da, deshalb habe ich am Anfang des ersten Teils auch einen kleinen Informationstext abgedruckt. Vielleicht weise ich so noch mehr Menschen daraufhin, die zuvor genauso unwissend waren wie ich selbst.
Mit welcher Figur können Sie sich am meisten identifizieren?
Da das Buch aus der Ich-Perspektive von Cleo geschrieben ist, bin ich mehr oder weniger gezwungen mich mit ihr zu identifizieren. Aber vor allem die Rolle von Asha liegt mir auch besonders am Herzen. Sie ist weniger durchschaubar als Cleo und birgt viele Geheimnisse.

Zu deiner Schreibarbeit
Gab es Momente bei ihrer Arbeit wo sie nur mit dem Kopf schütteln konnte, was du da niedergeschrieben hast?
So geht es mir beinahe wöchentlich, wenn ich die Verbesserungen meiner lieben Korrekturleser zurückerhalte. Aber ich habe vor wenigen Monaten auch begonnen ein Werk zu überarbeiten, das ich vor Jahren geschrieben habe. Von 400 Seiten, sind nur 100 übrig geblieben. Auf der einen Seite tut es weh die ganze Arbeit einfach auszulöschen, aber auf der anderen Seite ist es schön selbst feststellen zu können, dass ich mich gesteigert habe.
Ist dieser Beruf"Autor" dein Traumberuf?
Ich hatte in meinem Leben schon viele Traumberufe, ohne zu merken, dass "Autor" im Grunde alle vereint. Als Schriftsteller arbeiten zu können, schien mir so unmöglich wie nach den Sternen greifen zu können. Um so dankbarer und glücklich bin ich nun, dass ich diesen Traum tatsächlich leben darf.
Was geben sie jungen "Geschichtenerz

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Freitag, 21. Februar 2014

Interview mit Anja Bagus






copyright by Anja Bagus

Autoreninterview mit Anja Bagus

Wie würden sie in kurzen Stichpunkten die prägnantesten Ereignisse in ihrem Leben zusammenfassen,um den Lesern ein kurzes Bild zur Person "hinter" dem Autor zu geben?
 Geboren 1967 im Mai. Viel studiert. Heilpraktikerprüfung bestanden. Viele viele Jobs gehabt. Ein Kind, Mann, Hund und Katzen. Ich schreibe seit November 2012 und es ist erst mal kein Ende abzusehen.
Welches Sprichwort sagt am meisten über Sie aus?
 Wer, wenn nicht ich, und wann, wenn nicht jetzt?
Welche Lebensphilosophie verfolgen sie?
Es kommt alles anders, als man denkt. Also lieber keine Pläne machen sondern den Tag nutzen.
Wann war der Punkt erreicht, an dem sie sicher genug fühlten um ihr Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren?
Eigentlich nie. Aber man muss es loslassen. Sicher kann man sich nie sein. Ich habe es mir dann aber zum Geburtstag geschenkt. Der Erscheinungstag sollte der 15.05. sein. Es waren dann ein paar Tage früher, aber das war auch ok.
In wie weit veränderte das Lektorat ihre Geschichte? Wurde vieles verändert? Und waren sie immer einer Meinung mit dem Lektor?
Ich hatte kein Lektorat. Ich habe eine gute Freundin, die Lektorin ist, die aber nur einen Teil lektorieren konnte. Das war sehr hilfreich. 
Welches Gefühl gibt ihnen das Schreiben? Werden ihre Geschichten von ihren Emotionen getragen, oder schreiben sie eher nüchtern und versuchen ihre Emotionen heraus zu halten?
Bei mir geht es viel um Emotionen und daher kommt vieles zum Vorschein von dem ich hinterher denke: oha… wo kam das denn her?
In wie weit können Sie sich in ihren Protagonisten wiedererkennen? Welcher ihrer Charaktere spiegelt das meiste von ihrem wahren Ich wieder? Und welcher Charakter hat sie auch nach Beendigung ihrer Geschichte nicht mehr los gelassen?
Annabelle ist schon sehr nahe an mir dran, so wie ich in ihrem Alter mal war. Ich habe dann oft Schwierigkeiten, wenn sie so schrecklich naiv ist. Viel mehr hat mich aber Paul beschäftigt. Es war doch eine Herausforderung, einen Mann zu beschreiben. Aber ich habe ja ein feines Exemplar zu hause. Ich liebte alle meine Charaktere heiss und innig. Deshalb konnte ich auch nicht aufhören, zu schreiben.
In wieweit beeinträchtigt das Schreiben ihren realen Alltag? Wann finden sie Zeit zum Schreiben, gibt es eine bestimmte Atmosphäre in denen ihnen das Schreiben ganz leicht von der Hand geht?
Schreiben ist mein Alltag geworden. Ich sitze total diszipliniert am Rechner. Daher kommt auch manches andere zu kurz. Ich brauche meine Playlist (Musik), und Kaffee oder Tee. Und Colafläschchen ...
Welche Schriftsteller oder Werke haben Sie in ihrem Leben am meisten geprägt? Gibt es Vorbilder  nach deren Art sie Schreiben oder ist ihnen das individuelle Schreiben wichtiger?
Ich habe keine Schreibvorbilder. Ich habe auch noch keinen Schreibratgeber zu ende gelesen. Ich liebe viele Bücher, aber ich könnte nicht sagen warum. Als Beispiele möchte ich Robin Hobb oder Brian Sanderson nehmen und natürlich Terry Pratchett.
Nun zu ihrer Aetherwelt
Wie entstand die Grundidee zu diesen Büchern?
Das weiß ich leider nicht. Ich wollte ja eigentlich nur diesen Schreibwettbewerb, den NaNoWriMo gewinnen. Der findet jeden November statt und man versucht in einem Monat 50.000 Worte zu schreiben. Ich hatte Lust darauf, und mir ist es schon immer leicht gefallen, spontan zu fabulieren. Ich hatte eine Grundidee, aber eigentlich habe ich einfach drauflos geschrieben. Annabelle ist eine Figur, die mir schon länger durch den Kopf spukte. Also war nur die Frage, was tu ich ihr an? So kam eins zum anderen.
Was möchten Sie ihren Lesern mit diesen Büchern vermitteln, welche Kernaussage steckt dahinter?
Ich wollte einfach nur was Spannendes schreiben. Es sollte nur ein Abenteuer sein. Aber es ist sehr viel mehr. Die Atmosphäre, die sich entwickelt hat, ist recht düster geworden: die Verdorbenen und der Aether, das kann schon Angst machen. Und was mit Annabelle passiert, kann ja so jedem geschehen, der “Anders” ist. Es hat mich irgendwann interessiert, wie sie damit fertig wird, so ausgestossen zu werden. Wie sie die Behandlung wegsteckt, wie sie sich endlich entwickelt. Sie stand ja immer im Schatten ihres Vaters, im guten Sinne, aber dadurch ist sie klein geblieben.

Wie lange hat es gedauert die Hintergründe zu recherchieren?
Ich habe das während des Schreibens auf Wikipedia gemacht. Ich habe ja in Baden-Baden viel Zeit verbracht und das andere … naja, es gibt Pinterest, da schaut man sich die schönen Bilder an. Und ansonsten ist in meinem Kopf der Film gelaufen, und ich musste nur noch schnell genug tippen lernen.
Mit welcher Figur können Sie sich am meisten identifizieren?
Mit Annabelle. Obwohl sie mir manchmal auf den Geist geht. So wie eine kleine Schwester.
Zu Ihrer Schreibarbeit
Gab es Momente bei ihrer Arbeit wo sie nur mit dem Kopf schütteln konnte, was sie da niedergeschrieben haben?
Klar. Die Frage ist, ob im guten oder im schlechten Sinne. Ich bin oft überrascht, dass Sachen, die ich für absoluten Mist hielt, sich ein paar Tage später als wirklich gut herausstellten.
Ist dieser Beruf "Autor" Ihr Traumberuf?
Im Moment auf jeden Fall.
Gab es Momente in denen Sie alles hinwerfen wollten?
Es ist gerade sehr schwierig, den dritten Band zu ende zu schreiben. Ich bin frage mich oft, wohin es gehen soll. Aber ich habe die Krise überwunden, indem ich aufgehört habe, mich unter Druck zu setzen und meinem Unterbewusstsein zu vertrauen.
Was geben sie jungen "Geschichtenerzählern" mit auf den Weg?
Kümmert euch erst mal nicht um Layout und Satz. Nicht um Form oder Konventionen. Schreibt, was in euch brennt. Und schreibt es so, wie ihr könnt. Denn wenn ihr nicht dafür brennt, wer dann? Und schreibt unablässig. Jeden Tag. Auch wenn es scheinbar Mist ist. Dann lasst es liegen und lest es später nochmal. Lasst lesen. Hört auf die Kommentare. Aber nehmt sich euch nicht zu sehr zu Herzen.

Links zu Anja Bagus

Links zur Aetherwelt
  

Ich bedanke mich ganz herzlich, dass ich einerseits in den Genuss gekommen bin, eine neue Steampunk Welt durch ihre Romane zu entdecken und desweiteren das sie mir die Möglichkeit gegeben haben ihnen mit meinen Fragen auf die Pelle zu rücken! 

HERZLICHEN DANK!

Samstag, 15. Februar 2014

Autoreninterview mit Jörg F. Nowack

Copyright Jörg F. Nowack

Autoreninterview

mit

Jörg F.Nowack



Wie würden Sie in kurzen Stichpunkten die prägnantesten Ereignisse in ihrem Leben zusammenfassen, um den Lesern ein kurzes Bild zur Person »hinter« dem Autor zu geben?
Ich war als Kind sehr oft in der Buchhandlung meiner Tante, von der ich die Liebe zu den Büchern erlernte.
Schon in der Schule fielen mir Lesen und Schreiben sehr leicht und ich begann, nur für mich kleine Geschichten zu schreiben. Schon damals fanden Menschen, denen ich meine Geschichten zum Lesen gab, dass ich sehr gut schreiben könne. Im Grunde wusste ich seit damals, dass ich gern ein bekannter Autor sein würde.
Das mit dem Autor hat ja inzwischen geklappt, an der Bekanntheit arbeite ich noch.
Ich arbeitete jahrelang in den für mich völlig falschen Berufen, habe in dieser Zeit aber sehr viel über mich und über andere Menschen gelernt. Erst sehr spät, nämlich mit 50 Jahren, veröffentlichte ich meinen ersten Roman. Es ist der erste Teil einer mehrteiligen Geschichte über Bücher und das Lesen.